• Wie beschreibe ich meine Welt, wenn ich sie nicht in Worte kleiden kann?
  • Wie mache ich auf meine Bedürfnisse aufmerksam, wenn niemand mich versteht?
  • Wie lebe ich Beziehung, wenn ich den Kontakt nicht halten kann?

All diese Fragen verlangen nach einer Antwort. Die Krankheit Demenz zwingt uns zu einer anderen Art der Kommunikation. Sie öffnet uns die Tür zu einer neuen Sprache. Zu einer Sprache, die die Natur schon immer spricht.

Gemeinsam mit Menschen die an Demenz erkrankt sind, können wir mithilfe der Natur neu lernen, wie sich Geborgenheit anfühlt, wie es sich anfühlt, geliebt zu werden, wir können uns daran erinnern, wie Vertrauen spürbar wird oder wie Fröhlichkeit erwacht.

Tom Kitwood, 1937-1998, englischer Psychogerontologe, beschrieb in seinem Person-zentrierten Ansatz im Umgang mit verwirrten Menschen Folgendes:

„Eine Person zu sein, bedeutet, in einer Welt zu leben, in der Bedeutungen miteinander geteilt werden.“

Der Garten als geschützter Ort ist ein lebendiges Übungsfeld, in dem wir gemeinsam Bedeutungen erfassen und übermitteln können. Er bietet Raum, um Verbindungen und Beziehungen zu leben.

„Die Blume erweist sich als größerer Pionier eines neuen Verhältnisses zwischen Seele und Welt, als wir ahnen. Es gehen unvorstellbare Wirkungen von Gärten und Blumen aus.“
Karl Foerster

Foto: Anna Rosa Bonato