Das Thomas Müntzer Seniorenhaus der Diakonie Michaelshoven e.V. liegt im Kölner Süden und wurde im Herbst 2015 eröffnet. Von da an fanden 80 Senioren dort ihr Zuhause.

Damit es sich auch anfühlt wie Zuhause wurde der Garten selber angelegt. Das heißt, begleitet und angeleitet vom Team des dritten frühlings haben Mitarbeiter, Bewohner und ehrenamtliche Helfer (Sozialtage) selber Hand angelegt. Gemeinsam haben wir Beete vorbereitet, Stauden, Sträucher und Bäume gepflanzt, Rollrasen verlegt, einen Bachlauf gebaut, und mit Weiden geflochten.

Alle Erdarbeiten und der Wegebau wurden von Fachfirmen ausgeführt, denn das Gelände umfasst immerhin eine Gesamtfläche von 1.600qm, davon sind 200qm als Weg angelegt, 300qm als Plätze und 1.100qm dienen als Vegetationsflächen. Die Wegbreiten variieren zwischen 160cm und 200cm, so dass zwei Rollstühle bequem aneinander vorbei passen und Wenden jederzeit möglich ist. Der Weg wurde als sandfarbene wassergebundene Wegedecke angelegt, die Farbe entspricht dem Bodenbelag im Haus. Dieser Belag gewährleistet eine hohe Trittsicherheit, ist frei von Stolperkanten sowie Fugenirritationen und ist angenehm mit Rollstuhl und Rollator zu befahren. Er hat die lebendige Anmutung eines natürlichen Weges, zudem ist er wasserdurchlässig und führt wertvolles Oberflächenwasser dem Erdreich zurück.

Die Einfassung des Weges ist aus Rechteckpflaster gebaut. Die Steine setzen sich optisch vom Wegebelag ab. Sie dienen als Leitsystem durch den Garten und geben Orientierung. Der Weg gliedert den Garten in verschiedene Einheiten und webt ein Netz zwischen den einzelnen Erlebnis – und Ruheräumen.

Zum Beispiel gibt es den großen Bereich für Kommunikation und Begegnung auf dem großen Platz unter der Linde. Es stehen Tische und Bänke bereit und es ist ausreichend Platz vorhanden um sich ungestört mit Angehörigen zu treffen oder in großer Runde zu feiern. Die Linde ist der Mittelpunkt dieses Gartenbereichs, so wie in vielen Regionen Deutschlands der Dorfmittelpunkt einst mit einer Sommerlinde gekennzeichnet wurde. Er war Verkündungsstätte, Versammlungsort, hier wurde Gericht gehalten. Vor allem die Feste des Dorfes fanden unter der Linde statt. Und dazu lädt der Platz unter der Linde im Thomas Müntzer Haus ein.

Auf dem Weg durch den Garten begegnet man unter anderem einem Bachlauf, einem kleinen Bauerngarten, großzügigen Obstrabatten, einem Teepavillon aus Robinienholz und Duftbeeten. Immer wieder stehen Gartenwerkzeuge bereit, die zum spontanen Gärtnern einladen. Schauen Sie doch einmal vorbei. Es lohnt sich.
 


 
Pressebericht, Artikel vom 10. Oktober 2017, „Kölner Stadt-Anzeiger“:

Koelner-Stadt-Anzeiger-10-Okt-17


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