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Weg der Naturbegegnung, Seniorenheim, Altenbeken

Ein Sommerprojekt 2008.

 

Konzeptentwicklung, Planung und anteilige Umsetzung von 3.000 qm Grünfläche in einen Weg der Naturbegegnung. Träger des Seniorenheims in 33184 Altenbeken ist der Reichsbund freier Schwestern e.V.

 

Die Natur bildet die Grundlage für alles Leben. Menschen leben in der Begegnung und Auseinandersetzung mit sich selbst, mit anderen Menschen und mit ihrer Umgebung, verstanden als vernetztes System von belebten Faktoren: Pflanzen, Tiere und Menschen und von unbelebten Faktoren: Klima, Wasser, Boden.

 

Diese vielfältigen Begegnungen finden in jeder Lebensphase statt, vorausgesetzt, die Möglichkeiten dafür sind geschaffen.

 

Der Weg der Naturbegegnung soll gerade für Menschen mit Demenz das Tor zur Natur öffnen.

 

Ein Wanderführer (Gartenjournal) begleitet über das Gelände. Es geht über einen Holzsteg entlang eines Bachlaufs, hinauf zu einer Wetterstation. Dort kann der Wind, die Wolken oder die Sonne bewundert und beobachtet werden. Eine Kräuterapotheke lockt mit seinen Düften und in einem Tierfreigehege, das mit dem Rollstuhl befahrbar ist, hopsen Kaninchen über den Rasen.

 

Ein Baumtagebuch erzählt mit seinen Jahresringen eine Geschichte von über 100 Jahren und auf einem Waldpfad gibt es allerlei zu entdecken und auszuprobieren.

 

Das Gelände ist eingebettet in Duftstaudenrabatten, Duftrasen, essbaren Früchten und altbekannten Sträucher. Sie alle begleiten durch das Jahr.

Insgesamt hat das Gelände 7 verschiedene Stationen bekommen:

  1. Die Oase der Ruhe
  2. Die Talstation
  3. Eine Tierstation
  4. Eine Wetterstation
  5. Die Gipfelstation
  6. Eine Kräuterstation
  7. Die Waldstation

Letztendlich geht es um Lebensfreude und respektvollen, wertschätzenden Umgang der verschiedenen Generationen miteinander und mit der Natur.

 

Während der Bauphase haben mein Team und ich samt Hund im Seniorenheim gewohnt. Unsere Zimmer lagen in der neu eröffneten Wohngruppe für Menschen mit Demenz.

 

Wir gehörten für den Zeitraum von einigen Wochen ganz selbstverständlich mit zum Inventar. Egal, ob wir einen Bachlauf modelliert, ein Tierfreigehege konstruiert oder Stauden gepflanzt haben: Zu allem gab es reichlich Gesprächsstoff.

 

Mein ganz besonderer Dank geht an die Mitarbeiter aus der Küche. Wir wurden wunderbar versorgt!

 

Eine ausführliche und schön illustrierte Beschreibung von diesem Weg der Naturbegegnung als PDF stellt das Seniorenheim Altenbeken auf seiner Website bereit.


Der dritte Frühling

Gärten für Menschen mit Demenz

 

Ulrike Kreuer


Dipl.Ing.
 Gartenbau(FH)



Gartentherapeutin 
nach IGGT

Engelgauer Weg 22


53947 Nettersheim

Telefon: +49 - 2486 802 88 61


Mobil: +49 - 163 - 290 91 23
E-Mail: kreuer@drittefruehling.de

Auszeichnung im Rahmen des Innovationspreises 2005 >>

Mitglied im FLL Arbeitskreis "Gartentherapie in der Geriatrie"